Ubi Erat Lupa

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STEINDENKMÄLER MUSEEN SAMMLUNGEN FOTOGRAFEN KARTEN ÜBER LUPA

32000 Architektonische Analyse der Grabaedicula für C. Spectatius Priscianus durch Christine Ertel

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1 2 3 6 10 11 12 © Ubi Erat Lupa, Foto: Zeichnung Chr. Ertel 2001

4 © Ubi Erat Lupa, Foto: Ortolf Harl 2019

5 7 9 © Celje - Pokrajnski Muzej, Foto: Ortolf Harl 2019 September

8 © Celje - Pokrajnski Muzej, Foto: Ortolf Harl 2001 September

13 Plangrundlage: Klemenc/Kolsek/Petru, Anticne grobice v Sempetru, Ljubljana 1972

14 15 © Ubi Erat Lupa, Foto: 2001 September

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Nr
32000
Objekt-Typ
Teil von
13256 Grabaedicula des Caius Spectatius Priscianus und der Caia Septimia Iusta

Verwahrort

Verwahrort
Sempeter v Savinjski dolini (Zalec, Slowenien)
Verwahrumstände
Information und Bilder zum Verwahrort
Rimska nekropola - Sempeter

Objekt

Maße
Höhe: 168
Ikonographie
Die Grabaedicula wurde um 200 n. Chr. von einem IIvir des Munizipiums Claudia Celeia namens C. Spectatius Finitus für seinen Sohn C. Spectatius Priscianus errichtet, der im Alter von 45 Jahren gestorben und ebenfalls IIvir war. Aus den gefundenen Bauteilen, die sich zu einem zweigeschossigen Grabbau zusammenfügen ließen, wurde sie bald nach ihrer Freilegung wiedererrichtet (weiteres im Untermenü „Information und Bilder zum Verwahrort“). Bald danach erschien eine Publikation der in Sempeter gefundenen Steindenkmäler (J. Klemenc / V. Kolsek / P. Petru, Anticne grobice v Šempetru, Ljubljana 1972 = Sempeter 1972), die nur bedingt brauchbar ist und vor allem darunter leidet, dass kein Architekt beigezogen wurde.

Um der architektonischen Bedeutung der Spectatier-Ädikula gerecht zu werden, beantragte Ortolf Harl beim slowenischen Denkmalamt und beim fachlich zuständigen Regionalmuseum von Celje ein Bauforschungsprojekt. Mit der Genehmigung beider Institutionen wurden die Arbeiten im Jahre 2001 von der Architektin/Archäologin Christine Ertel (1953 - 2015) und dem Statiker Hermann Kugler (1940 - 2017). Chr. begonnen. Da Chr. Ertel eigens Slowenisch gelernt hatte, gelang es ihr, den Text von Sempeter 1972 zu verstehen und die ohne erkennbares System über die Tafeln und Zeichnungen verstreuten Werkstücke zu identifizieren, zusammenzuführen und zu analysieren. Zusätzliche Schwierigkeiten bereiteten ihr der hohe Prozentsatz von Fehlern, falschen Maßangaben und zeichnerischen Ungenauigkeiten. Eine Publikation der Ergebnisse scheiterte im letzten Augenblick an der Finanzierung eines für die Nachmessungen erforderlichen Gerüstes. Beide Autoren sind inzwischen gestorben, ihre im September 2001 verfassten Originalmanuskripte wurden 2019 dem Pokrajinski muzej Celje übergeben, eine elektronische Version befindet sich in der Redaktion von lupa.

Die Erkenntnisse von Chr. Ertel sind so überraschend, dass die wesentlichen Sätze aus ihrem Bericht des Jahres 2001 wörtlich zitiert seien: „Wenn der publizierte Katalog ernst zu nehmen ist, muss man davon ausgehen, dass das uns als Grabädikula der Spectatii bekannte ... Bauwerk aus dem Material von drei verschiedenen Grabbauten besteht. ... In jedem Fall muss man sich von dem Bild eines vollständig erhaltenen Bauwerks verabschieden. ... Da es wohl unrealistisch ist, das Denkmal nochmals auseinanderzunehmen, stellt eine detaillierte Bauaufnahme ... durch ein Team aus Architekten und Vermessungsfachleuten ein dringendes Desiderat dar“. Christine Ertels Sätze sollen darauf aufmerksam machen, dass nur die Rekonstruktion des Untergeschosses mit den drei Statuen nachvollziehbar ist, nicht aber die Zugehörigkeit von Säulen, Wänden, Baldachin, Giebel und Dach. Solange eine detaillierte Bauaufnahme aussteht, sollte dieses Monument nur bedingt als Muster für den Bautypus "Grabädikula" herangezogen werden.
(Für Durchsicht und Korrektur danken wir Bojan Djuric, Ljubljana).

Referenzen

Zitat
F. und O. Harl, Ubi Erat Lupa, http://lupa.at/32000
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Bearbeitung des Datensatzes

Architektur

Christine Ertl

Archäologin und Architektin, gest. 2015

Datensatz erstellt
2020-06-01 10:42:52 UTC
Letzte Änderung
2020-06-11 10:25:23 UTC

Über Ergänzungen und Korrekturen freut sich Friederike Harl friederike.harl@aon.at.