Ubi Erat Lupa

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Museum Lauriacum

Wenn man - von Osten kommend - Enns auf der steilen Anhöhe über dem gleichnamigen Fluss auftauchen sieht, leuchtet die strategische Bedeutung seiner Lage am Flussübergang nahe der Ennsmündung in die Donau sofort ein. Militär bestimmte auch bis heute die Stadtgeschichte, angefangen von der Gründung eines römischen Legionslagers um 200. Dieses erstreckte sich in der Ebene nördlich von Enns (die Nordecke, vom Bahngeleise durchschnitten, ist noch erkennbar), denn die Römer sicherten hier ihre nördliche Reichsgrenze gegen die beutehungrigen Germanen. Wie man weiß, vergeblich. Enns wurde zum östlichen Grenzort der Baiern und dann des Karolingerreiches. Daher wurde um 900 eine Burg auf der Anhöhe mit Blick nach Osten errichtet, die Keimzelle der heutigen Stadt. Seit dem 19. Jh. ist sie wieder Garnisonsort. Auf dem malerischen Hauptplatz mit dem mächtigen Stadtturm befindet sich das sehr empfehlenswerte Stadtmuseum (im alten Rathaus). Ein weiterer archäologischer Schwerpunkt ist die Ausgrabungsstätte in der St. Laurentius-Kirche im nahen Lorch, dessen Name aus dem antiken Lauriacum abgeleitet ist. Hier hat man eine Reihe von christlichen Kirchenbauten ab dem 4. Jh. freigelegt. Das erinnert an den Märtyrer St. Florian, einen römischen Stabsoffizier, der im Jahr 304 in der Enns ertränkt wurde.