Ubi Erat Lupa

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Bilddatenbank zu antiken Steindenkmälern

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Narodni muzej

Das Städtchen Pozarevac trat im Jahre 1718 kurz ins Rampenlicht der Geschichte, als hier nach dem Sieg des Prinzen Eugen der Friedensvertrag mit dem Osmanischen Reich unterzeichnet wurde. Heute fällt vor allem das überdimensionierte Rathaus aus dem 19. Jahrhundert auf, der restliche Baubestand ist eher kleinstädtischen Zuschnitts. Das Museum ist in einer hübschen alten Villa untergebracht, deren Garten den Römersteinen aus Viminacium genügend Platz bietet. Im Museum bezeugen die Beigaben aus Gräbern und Fresken aus frühchristlichen Grabkammern die langdauernde Prosperität dieser römischen Stadt, die neben dem gleichnamigen Legionslager entstand.Beide lagen einige Kilometer nördlich von Pozarevac, näher der Donau, beim Dorf Kostolac. Die Konturen des Legionslagers sind in den Äckern beim Kraftwerk zu erahnen, Spuren eines spätantiken Kastells findet man auf einer Anhöhe über der Donau, wo eine neobyzantinische Kirche steht, die sich ein reicher Kapitän als Grablege hat errichten lassen. Weiter nach Osten zu fließt die Donau durch die auch nach ihrer Aufstauung noch großartige Schlucht des Eisernen Tors (Djerdap), durch die Kaiser Trajan eine Straße bauen ließ. Ihre Trasse liegt heute unter dem Wasserspiegel, die in den Fels gehauene Bauinschrift - Tabula Trajana - wurde versetzt, ist aber nur vom Schiff aus zu sehen.