Ubi Erat Lupa

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Stadtmuseum Wiener Neustadt

Die Geschichte der Stadt beginnt sozusagen im Heiligen Land auf den Zinnen von Akko, von denen Richard Löwenherz die Fahne des zuerst oben angekommenen Babenbergers Leopold V. herunterreißen lässt; mit den bekannten Folgen: Kidnapping und Erpressung. Das Lösegeld, das die Engländer für ihren in Österreich gefangenen König zahlen mussten, reichte nicht nur für die Vergrößerung Wiens, sondern auch für die Neugründung einer Stadt zur Sicherung der Ostgrenze des Herzogtums und des Weges über den Semmering zur Adria. Die um 1200 planmäßig angelegte Nova Civitas, ein von Mauern eingefasstes Rechteck mit der Burg an einer Ecke bildet heute den Kern der modernen Stadt. Diese wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört, doch das Stadtzentrum um den von Lauben gesäumten Hauptplatz ist weitgehend wiederhergestellt. Im 15. Jh. residierte in der Burg Kaiser Friedrich III., der seine Herrschaftsansprüche durch 107 Wappen bekräftigte, die er an der Ostfassade der Burgkirche anbringen ließ, die als habsburgische Familiengrabstätte vorgesehen war. Aber nur sein Sohn Maximilian liegt in dieser Kirche begraben, wo auch die berühmten Bronzestatuen hätten stehen sollen, die jetzt in Innsbruck ein leeres Grab umringen. Maria Theresia etablierte in der Burg die bis heute dort bestehende Militärakademie. Das neue Stadtmuseum steht an der nördlichen Stadtmauer beim Wiener Tor. Die dort aufbewahrten römischen Funde stammen aus der näheren Umgebung der Stadt.