Ubi Erat Lupa

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Schloss Seggau

Auf dem in einer Schlinge der Sulm steil aufragenden Hügel, an dessen Ostfuß sich die Ebene des Murtales erstreckt, errichteten schon im 9. Jh. die Erzbischöfe von Salzburg eine Burg, die 1219 teilweise und 1595 zur Gänze in den Besitz des Bistums Seckau überging. Die heutige Gestalt des Schlosses geht auf den Ausbau des 17. Jhs. zurück. 1815 und 1831 erfolgte der Abbruch des Bergfrieds, aus dessen Mauern die heute an der Hofseite des sogenannten Gerichtstraktes eingemauerten römischen Reliefs und Inschriften zutage kamen. Diese stammen überwiegend von den Gräberstraßen der Stadt Flavia Solva, deren Überreste südöstlich von Leibnitz am Murübergang liegen. Die Römersteine waren zumeist schon in der Spätantike, als sich die Bevölkerung im Tal nicht mehr sicher fühlte, zum Bau von Befestigungsmauern auf den Seggauberg verschleppt worden. Der Grundriss des Bergfrieds ist heute wieder im Schlosshof sichtbar und in einem neu geschaffenen Durchgang ins Schloss sieht man noch römische Spolien im mittelalterlichen Mauerwerk stecken.