Ubi Erat Lupa

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Lapidarium im Palast des Galerius und Museum in Zajecar

Der Diocletianspalast an der dalmatinischen Küste, der ein Stadtviertel von Split bildet, ist ein vielbesuchtes Reiseziel. Der Palast, den sich sein Mitkaiser und Nachfolger Galerius im östlichen Serbien bauen ließ, ist noch ein touristischer Geheimtip. Das hoch erhaltene, dicht mit Türmen besetzte Mauergeviert liegt versteckt in einem idyllischen Tal westlich der Stadt Zajecar. In einem Turm des Westtores ist ein Lapidarium mit Architekturteilen eingerichtet. Sie sind eindrucksvolle Zeugen einer Spätzeit, in der das reiche Formenrepertoire der Vergangenheit zu einer bizarr überladenen Repräsentationsarchitektur verarbeitet wurde. Weitere Funde wie Mosaikböden, Reste von Marmor- und Porphyrstatuen sind im Museum in Zajecar zu bewundern. Dort ist auch die Inschrift ausgestellt, die den Namen der Palastanlage überliefert: Felix Romuliana, nach der Mutter des Bauherrn. Dieser war wegen seiner militärischen Qualitäten trotz einfachster Herkunft von Diocletian zum Caesar gemacht worden und hatte um 300 mit dem Bau seines Alterssitzes begonnen. Nach den unentwegten Kriegen gegen innere und äußere Feinde des Römischen Reiches hoffte Galerius vielleicht in der bukolischen Landschaft mit ihren Thermalquellen auf einen ruhigeren Lebensabend. Aber schon 311 starb er und wurde auf dem Hügel oberhalb seines Palastes bestattet. Heute sind die beiden imposanten Verbrennungshügel und die Reste der Grabbauten für Galerius und seine Mutter auf dem Hügelkamm freigelegt und von weitem zu sehen. Von dort oben genießt man den Blick nach Westen auf Felix Romuliana und nach Osten auf die heutige Stadt Zajecar und kann sich den Feuerzauber des kaiserlichen Begräbnisses vorstellen.