Ubi Erat Lupa

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Bilddatenbank zu antiken Steindenkmälern

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Dr. Soproni Sándor Lapidarium Bölcske

Nördlich von Paks, dem Standort des ungarischen Atomkraftwerks, fließt die Donau in geruhsamen Kurven, gesäumt von Auwald, zerteilt von inselgroßen Sandbänken. Eine römische Schiffspatrouille kann man sich hier durchaus vorstellen. Als in der Spätantike die Donaugrenze gegen die in Richtung höherer Lebensstandard drängenden Völkerschaften gesichert werden sollte, wurde auch beim Ort Bölcske ein Kastell erbaut. Das Baumaterial dazu kam per Schiff aus der Gegend von Budapest, denn Heiligtümer und Friedhöfe waren damals nur noch Steinbrüche. Die heute im Lapidarium von Bölcske aufgereihten Altäre wurden aus der Donau geborgen, die inzwischen die spätrömische Festung verschluckt hat; die Weihinschriften für Teutates deuten darauf hin, dass sie aus dem Heiligtum dieses Gottes am Gellertberg in Budapest herantransportiert worden sind.