Ubi Erat Lupa

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Städtisches Heimatmuseum Neunkirchen

Neunkirchen - der Name kommt nicht von neun, sondern von einer neuen Kirche - ist einer der ältesten Orte im südlichen Niederösterreich. Es entstand im frühen 11.Jh. an der zum Semmering führenden Handelsstraße, schon vor 1050 gab es hier eine Pfarrkirche. 1194 verlor der Ort sein Markt- und Münzrecht an das neugegründete Wiener Neustadt und gewann erst im 14. Jh. wieder wirtschaftliche Bedeutung. Auf die Bedrohungen durch die Türken reagierten die Neunkirchener mit der Befestigung ihrer Pfarrkirche, die noch heute von einem wehrhaften Kreis von Häusern umschlossen wird. Das Heimatmuseum präsentiert die ältere Geschichte der Umgebung, die von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter kontinuierlich besiedelt war. Neben Zeugnissen für frühe Metallgewinnung sind Grabbeigaben aus slawischen Friedhöfen des 9. - 10. Jhs. bemerkenswert. Die Römer haben einige Grabsteine hinterlassen, deren Inschriften sowohl Einheimische als auch römische Bürger nennen. Der interessanteste Römerstein aus Neunkirchen, die Stele einer Frau mit Säugling, ist leider nicht zugänglich, da er im nahegelegenen Gefängnis in Schloss Schwarzau aufbewahrt wird.