Ubi Erat Lupa

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Stadtmuseum und Fürstenhof in Friesach

Die römische Reichsstraße von Aquileia nach Lauriacum (siehe Enns) führte durch Friesach, dessen römischen Namen wir nicht kennen, das aber für Eisenabbau und -transport eine Rolle gespielt haben muss. Das beweisen die Reste prächtiger Grabdenkmäler, die im Stadtbereich gefunden wurden, sowie eine Weihinschrift, die einen Pächter von Eisengruben nennt.Die große Zeit Friesachs, seit dem Jahr 860 salzburgischer Besitz, war das hohe Mittelalter. Damals war es bedeutender als Wien und wesentlich größer als heute. Seit 1125 wurden hier die bekannten Friesacher Pfennige geprägt, Könige und Kaiser besuchten die Salzburger Erzbischöfe, die in Friesach eine zweite Residenz hatten. Im Bergfried der erzbischöflichen Burg auf dem Petersberg ist nun das Stadtmuseum untergebracht.Der politisch und wirtschaftlich begründete Abstieg Friesachs zur Kleinstadt begann schon im 14. Jh. Heute ist die Stadt als Ganzes ein gepflegtes Museum ihrer einstigen Größe. Von den zahllosen sakralen und profanen Baudenkmälern, die es zu entdecken gibt, soll hier noch der Fürstenhof genannt sein. In der Einfahrt ist die erwähnte Weihinschrift zu sehen und in eine Ecke der Stadtmauer ist hier ein monumentaler Speicher eingefügt, in dem der Getreidezehent gesammelt wurde, mit dem die Untertanen zum Weltkulturerbe beitrugen.