Ubi Erat Lupa

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Stift Kremsmünster

Kremsmünster sucht man gewöhnlich nicht der Römersteine wegen auf, die sich dort befinden. Die Geschichte des Stiftes, die mit einem sagenhaften Jagdunfall im 8. Jh. beginnt, und ihren architektonischen Höhepunkt in einer der größten Klosteranlagen der Barockzeit findet, kann hier nicht ausgeführt werden. Als kunsthistorische Höhepunkte seien nur die einzigartigen Fischbehälter und die frühmittelalterlichen Kostbarkeiten in den Stiftssammlungen - Tassilokelch und -leuchter und der karolingische Codex Millenarius maior erwähnt. Zur Fundamentierung des Westwerkes der mittelalterlichen Kirche, die in der barocken Hülle steckt, wurden im frühen 14. Jh. auch Blöcke römischer Grabbauten benützt. Zwei Reliefsteine sind heute in der Michaelskapelle in situ zu sehen, wo man die Sockelzone des Südturmes freigelegt hat. Ein weiteres Reliefbruchstück aus einer Fundamentmauer des Stifts wird zusammen mit anderen römischen Steinen und Kleinfunden in der Sternwarte aufbewahrt. Dieses frühe Hochhaus bildet mit seinen naturwissenschaftlichen Sammlungen ein eindrucksvolles Monument der Aufklärung des 18. Jhs.