Ubi Erat Lupa

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7358 Kultrelief eines Mithräums

© Stuttgart - Württembergisches Landesmuseum, Foto: Ortolf Harl 2004

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Objekt-Typ
Relief
Denkmal-Typ
Heiligtum / Tempel

Fundort

Fundort
Fellbach (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland)
Fundumstände
Im 16. Jh. südlich von Fellbach ("pagus cui nomen Feldbachus") in einer Weinbergmauer, seit 1583 in Stuttgart. (Simon Studion)
Antiker Fundort / Provinz
Germania Superior

Verwahrort

Verwahrort
Stuttgart (Baden-Württemberg, Deutschland)
Museum
Stuttgart - Württembergisches Landesmuseum
Verwahrumstände
Römisches Lapidarium
Inventarnummer
RL 413

Objekt

Erhaltung
In der Mitte horizontal durchgehender Bruch, Gesicht des Mithras und Hundekopf völlig, Stierschädel sehr stark zerstört.
Maße
Breite: 118 Höhe: 137 Tiefe: 030
Material
Sandstein (Schilfsandstein)
Ikonographie
Mythos (Mithras, Stiertötung) : Unter der gewölbten Reliefeinfassung, die an eine Grotte erinnern soll, kanonische Mithras-Stier-Gruppe nach rechts: Mithras ist mit der phrygischen Mütze, einem kurzen, am unteren Saum wellenförmig umgebördelten Chiton und einem langen, weiten Mantel bekleidet, der in idealiserter Form stark aufgebauscht dargestellt ist. An seiner rechten Hüfte hängt an einem schmalen Gurt das Dolchfutteral. Mithras kniet mit dem linken Bein auf dem Stier, greift mit der linken Hand in dessen Nüstern und zieht den Kopf des Tieres nach hinten, dem er mit der Rechten einen breiten Dolch in die Flanke stößt. Der Schweif des Stieres endet in drei Ähren. Das aus der Wunde schießende Blut wird von einem Hund aufgeleckt, der von vorn am Stier hochspringt. Unter dem Stier duckt sich sprungbereit ein unproportional klein dargestellter Löwe. Neben ihm steht ein Krater, um den sich eine Schlange windet. Ein großer Skorpion hat sich in die Hoden des Stieres verbissen. Hinter Mithras, aber hier auf dem Mantelsaum sitzend, ein Rabe mit Blickkontakt zur Gottheit. Wie um den leeren Raum zu füllen, sind zum Opfer notwendige Objekte um den Kopf des Stieres angeordnet: Ein kleiner Altar mit dreieckiger Giebelbekrönung und zwei seitlichen pulvini, ein schweres Messer und eine große, brennende Öllampe mit Griff und Aufhängevorrichtung. Links und rechts in den Zwickeln zwischen der grottenartigen Wölbung und den rechtwinkligen Außenkanten Sol mit Strahlenkranz und Peitsche sowie Luna mit Mondsichel und Peitsche.
Kommentar
Der Buchstabe M rechts vom Kopf des Raben wurde sicherlich erst in nachrömischer Zeit eingeritzt.

Referenzen

Literatur
S. Studion A 57, B 69; Haug-Sixt² 426 Nr. 300; Espérandieu, Recueil général des bas-reliefs, statues et bustes de la Germanie romaine, 1931, 430 Nr. 682; Filtzinger, Hic saxa...181f. Nr. AS 27
Zitat
F. und O. Harl, Ubi Erat Lupa, http://lupa.at/7358
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Bearbeitung des Datensatzes

Archäologie

Nina Willburger

willburger@wlm-stuttgart.de

Württembergisches Landesmuseum Stuttgart

Letzte Änderung
2021-10-16 16:00:08 UTC

Über Ergänzungen und Korrekturen freut sich Friederike Harl friederike.harl@aon.at.